Kategorie: Tackle Football

Warriors gewinnen gegen die Broncos

Ein Sieg ist ein Sieg…

Zum letzten Warriors Heimspiel waren die Calanda Broncos zu Gast auf dem Deutweg. Wie schon beim Hinspiel traten die Bündner Wildpferde mit kleinem Kader gegen die 25-Köpfige Warriors Mannschaft an.  Die Warriors konnten das Spiel trotz heftiger Gegenwehr der Südostschweizer relativ ungefährdet gewinnen. Das Spiel war qualitativ aber unterdurchschnittlich und nicht was man sich sonst von den beiden Mannschaften gewohnt ist.

Harziger Start

Die Warriors konnten dank gewonnenem Münzwurf die 2nd half option wählen, also den Broncos zuerst das Angriffsrecht übergeben. Die Bündner konnten aber in ihrem ersten Drive kein neues First Down erzielen und den Ball schon rasch an die Warriors abtreten. Im Gegenzug bediente dann der Winterthurer Quarterback Leroy Rümmeli Isaak Aerne zu einem ersten Winterthurer First Down – nur einen Spielzug später wechselte dann das Angriffsrecht wieder weil der Winterthurer Ballträger den Ball verlor.

Broncos mit erster grosser Chance – trotzdem keine Punkte im 1. Viertel

Nun legten die Bündner mit ihrem Laufspiel einen Zacken zu. Die #99 durchbrach die Reihen der Warriors und konnte erst an der 15 Yard linie durch Nick Stucki gestoppt werden. Die Broncos stiessen bis an die 1-Yard-Line vor bevor Derek Riederer den Angriff der Gäste mit einem fulminanten QB Sack entscheidend störte und der Ball nun wieder an der 8-Yard-Linie lag. Im letzten Versuch war es dann Isaak Aerne, der den Gegner daran hinderte die Endzone zu erreichen. Zu Beginn des zweiten Viertels konnte das Team Rümmeli / Artal zwar ein First Down erreichen, doch wegen einer Interception wechselte der Ballbesitz abermals den Broncos. Als der gegnerische QB den Ball nach einem Snap nicht sichern konnte, ergriff Fabrice Giess seine Chance und eroberte den Ball zurück.  Der Warriors Angriff lief überhaupt nicht.  Nach 3 erfolglosen Versuchen musste der Ball wieder abgeben werden.

Dank eines weiten Punts starteten die Broncos nur gerade vier Yards vor der eigenen Endzone – ungünstig und gefährlich. Weil der Bündner Center den Ball hoch über den Quarterback hinweg snappte und der Ball aus dem Feld rollte, punkteten die Warriors zum ersten Mal und gingen mit 2:0 in Führung. 

Problempunkt Offensive Line

Da die Angriffslinie den Gegner kaum aufhalten konnte wurde das Laufspiel meist an der Line of Scrimmage oder gar dahinter gestoppt und QB Leroy Rümmeli hatte kaum die nötige Zeit seine Receiver genau anzuspielen. Vielleicht hätte er mit mehr Zeit seine anderen Receiver genauer anspielen können, da sein bevorzugter Receiver Niko Artal unterdessen immer doppelt gedeckt wurde. Der Problempunkt “Offensive Line” zieht sich also durch weitere Winterthurer Mannschaften. Einmal mehr hatten die Broncos in der ersten Halbzeit bewiesen, dass man auch eine Mannschaft mit kleinem Kader nicht unterschätzen darf. Mit einer stark spielenden Verteidigung und ihrem variantenreichen Laufspiel konnten sie die Warriors bis zur Halbzeit einigermassen kontrollieren. 

Turbulente zweite Halbzeit

Nach der Pause versuchten die Gäste aus Chur den Ball mit einem Onside Kick in ihren Besitz zu bringen, doch Fabrice Giess konnte den Ball an der 45 Yard Linie sichern. Isaak Aerne machte mit einem Lauf über die Aussenseite den ersten Touchdown für die Warriors und Niko Artal sorgte mit seinem Catch für die Zusatzpunkte: 10:00

Beim anschliessenden Kickoff verlor der Bündner Returner den Ball, beide Seiten versuchten diesen zu sichern und es kam zu einem Handgemenge. Je ein Spieler der beiden Mannschaften wurde frühzeitig unter die Dusche geschickt. Auf Seiten der Warriors betraf es Niko Artal. Die Partie wurde nun ruppiger. Bis kurz vor Ende des dritten Viertels dominierten beide Defenses das Spiel, es gab kein Vorwärtskommen mehr. Der Winterthurer Quarterback Leroy Rümmeli kassierte wegen unsportlichen Verhaltens ein erstes Personal Foul. Das zweite Personal Foul holte er sich im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Touchdown, der aberkannt wurde. Rümmeli war noch nicht in der Endzone, als er seinen Arm weit vom Körper streckte. Die Absicht mag darin gelegen haben, den Ball sicher über die Goalline zu bewegen bevor die Bündner die Chance bekommen hätten, den Ballträger zu tacklen. Da Rümmeli aber unbedrängt die Linie überqueren konnte, mussten die Schiedsrichter das „nach vorne strecken des Balls“ als „Celebration“ taxieren. Die Entscheidung des Schiedsrichtergespanns war auf den ersten Blick nicht nachzuvollziehen, die Videobilder im Nachgang des Spiels gaben den Referees aber recht, in diesem Zusammenhang kassierte Rümmeli auch sein zweites Personal Foul, welches zum Ausschluss des wichtigen Spielmachers der Warriors geführt hat. 

gemischte gefühle…

Diese Schiedsrichter Entscheidung löste viele emotionale Reaktionen auf und neben dem Spielfeld aus. Gerade die NCAA Regeln im Zusammenhang mit “Celebrations” sorgen immer wieder für Kopfschütteln und Unverständnis. Fakt ist – gemäss NCAA Regelwerk darf ein Spieler, welcher in Richtung Endzone läuft nur dann bspw. den Ball nach vorne strecken, wenn er getacklet würde. Wenn er aber unberührt in die Endzone laufen kann, gilt der vorgestreckte Arm und bspw. auch das Verlangsamen oder Verändern der Schrittfolge als verhöhnen des Gegners und wird mit einer Strafe für den Spieler sowie dem Aberkennen des Touchdowns bestraft. Es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass ein Juniorenteam der Warriors diese Strafe kassiert (im Frühling war es die U19). Dass Rümmeli gleich auch noch vom Platz flog war natürlich doppelt brutal und nur schwer zu verdauen. 

Flaggenregen im letzten Viertel

Das letzte Viertel war geprägt durch enorm viele Flags und Strafen auf beiden Seiten. Ersatzquarterback Ramon Angst behielt aber die Nerven und warf einen schönen Pass auf Abdel Mahfouz für weitere 6 Punkte: 16:0. Den Schlusspunkt setzten die Broncos gleich selber indem sie den zweiten Safety des Spiels zum Endresultat von 18:0 verursachten. Bis zum Schluss verzeichneten die Schiedsrichter ein Total von 190 Yards an Strafen; 100 für die Warriors und 90 für die Broncos und die erwähnten drei Ausschlüsse – klar zuviel an Fehlverhalten für ein U16-Spiel zwischen diesen beiden technisch und auch taktisch wirklich guten Mannschaften. 

Ein weiterer Sieg auf Seiten der Warriors ist in den Büchern. Nicht wirklich ruhmreich, wird der Erfolg doch durch die vielen Strafen und Ejections überschattet. Aber sicher ein lehrreicher Sieg für die Verantwortlichen an der Seitenlinie und auch die Spieler auf dem Feld! Die Coaches und auch die Spieler haben die entsprechenden Massnahmen bereits eingeleitet.

Qualifikation für das Endspiel vorzeitig geschafft

Schon fast in Vergessenheit geriet die Tatsache, dass sich die Warriors dank diesem fünften Sieg im fünften Spiel vorzeitig für das Endspiel der U16-Liga qualifiziert hat. Dieses Finale wird auch 2018 in Winterthur auf dem Deutweg durchgeführt. Das Spiel findet anfang November auf dem Deutweg statt.

Rückzug der Luzern Lions von der Meisterschaft

Das letzte Heimspiel wäre auf den 7. Oktober angesetzt gewesen. Da die Luzern Lions ihre Mannschaft aber mit sofortiger Wirkung von der Meisterschaft zurückgezogen haben, kann das letzte Spiel zwischen den Warriors und den Lions nicht mehr durchgeführt werden. Die bereits erfolgten Resultate der Lions werden gestrichen. Die Warriors bedauern den Rückzug der Lions und hoffen, dass die Luzerner im kommenden Jahr wieder eine U16 stellen können. Somit findet das letzte reguläre Spiel am Sonntag 14.10. in Hohenems gegen die Blue Devils statt.

Text: Alice Malherbe

 

U16 Ost

Pos.MannschaftPctGPctWLTPFPANet PtsStreak
11.00061.00060018232150W6
20.60050.6003201307258W1
30.33360.33324078146-68L1
40.00050.00005028168-140L5

Linemen gesucht!

Worum gehts?

Im American Football Sport gibt es ganz viele verschiedene Spielerpositionen. Eine ganz spezielle Funktion üben die Männer an der Offensive Line, die Offensive Linemen, aus. Sie haben die wichtige Aufgabe den Quarterback vor dem Gegner zu schützen.

Secret Service im Einsatz

In der ganzen Sportwelt gibt es kaum eine andere Position, welche auch eine Bodyguard-Aufgabe hat. Für diese Positionen eignen sich insbesondere grosse und schwere Spieler welche über enorme Standfestigkeit und auch Schnellkraft verfügen. Diese Spieler müssen eine Vielzahl von Spielzügen kennen, in der Lage sein, die gegnerische Angriffsformation zu lesen und kurzfristig auf Blitzangriffe zu reagieren. Sie gehören zu den wichtigsten Spielern auf dem Platz. Ohne eine funktionierende Offensive Line hat ein Quarterback keine Chance ein sinnvolles Passspiel zu etablieren. Auch haben Runningbacks keinen Platz, um Raumgewinn zu erzielen.

Wichtige Position – komplett unterschätzt

Die Position auf dem Feld ist extrem wichtig – und trotzdem scheint sie undankbar zu sein. Die wenigsten Zuschauer nehmen von der Leistung der Offensive Line Kenntnis, selten bis gar nie kann ein Offensive Lineman Punkte erzielen. Die für die O-Liner geltenden Regeln sind sehr streng, deshalb werden viele Fehler gerade ihnen angekreidet. Es scheint, dass auch im Nachwuchsbereich die Wichtigkeit der Offensive Line komplett unterschätzt wird – nicht auf Seiten der Coaches sondern auf Seiten der Spieler. Gute bis sehr gute Offensive Line Spieler sind deshalb sehr rar in der Schweiz.

Wechsle zu den Warriors und werde Stammspieler

Die Chance, mit einer soliden und konzentrierten Leistung einen Stammplatz in einer Nationalliga A Mannschaft zu besetzen, ist entsprechend gross.

Die Warriors wollen diese Lücke mit unterschiedlichen Massnahmen stopfen. Für die Winterthurer scheint klar, dass kurzfristig kaum ein Weg an Spielern von ausserhalb der Organisation vorbeiführt. Mittel- bis langfristig sollen aber auch diese Posten aus der eigenen Nachwuchsarbeit hervorgehen.

Die Warriors suchen einerseits im Jugendbereich schwere und grosse junge Männer. Auch solche, die aufgrund von Übergewicht mit anderen Sportarten aufhören mussten oder offensichtlich keine Chance bekommen.

Erfahrene Spieler natürlich willkommen

Und andererseits sind wir offen für motivierte Footballer, die in einer gut aufgestellten Nationalliga A-Organisation ihren Beitrag leisten wollen um die Ambitionen der Warriors zu unterstützen. Melden kann man sich via info@warriors.ch.

Und damit die Jungs ideal trainieren können: Macht mit beim Crowdfunding für den neuen Blockschlitten.

 

Warriors dominieren Renegades

Warriors gewinnen auch zweites Kantonsderby

Bei sonnigem Wetter und starkem Wind starteten die Warriors mit Ihrem Angriff eher holprig ins Kantonalderby. Nach 2 Fumbles und einer (zum Glück nicht geltenden) Interception musste der Ball schlussendlich wegen zu wenig Raumgewinn an die Renegades abgegeben werden. Aber auch die Gastgeber aus Zürich kamen nicht vorwärts und mussten den Ball im vierten Versuch punten. Die ersten beiden Pässe von Warriors QB Leroy Rümmeli im zweiten Drive wollten nicht beim jeweiligen Passempfänger ankommen. Fabrice Giess holte dann mit seinem Catch ein 1st Down. Weitere 9 Yards erliefen Rümmeli und Isaak Aerne. Im vierten Versuch wurde ein Punt angetäuscht doch De Maddalena lief gleich selber zum neuen First Down. Ein weiteres Mal kämpften sich die Warriors 10 Yards nach vorne bevor eine Interception den Drive beendete. 

Zürich mit 5er O-Line

Zürich spielte mit fünf Mann in der O-Line. Dies ermöglichte dem Quarterback trotz mehrfach sehr schlechter Snaps genügen Zeit um die Bälle aufzunehmen und bei seinen Mitspielern anzubringen.  So kamen die Gastgeber immer weiter in Richtung Winterthurer Endzone und wurden jeweils nicht schnell genug gestoppt. Oft versuchten die Verteidiger den Zürcher Runningback mit zu hoch gesetzten Tackles zu stoppen, dieser konnte sich aber regelmässig befreien und weiteren Raumgewinn erzielen. Aber für Punkte reichte es im ersten Viertel für beide Teams nicht.  

Warriors Motor kommt auf Touren

Nachdem die Receiver Artal und Angst die auf sie geworfenen Pässe sichern konnten und der Quarterback Rümmmeli sowie Runningback Aerne den Ball noch näher an die Endzone tragen konnte, war es  Abdel Mahfouz, der die ersten Punkte für die Warriors erzielen konnte: 0:8.

Nach einem kurzen und erfolglosen Drive der Renegades stand wieder der Winterthurer Angriff auf dem Feld.  Receiver Artal fing einen fast 50 Yard langen Pass und sorgte damit für weitere Punkt zum 00:14. Kurz vor der Halbzeitpause sah es nach weiteren Punkten für die Warriors aus, doch die Verteidigung der Renegades vereitelten diese durch eine gefangene Interception.

14 Punkte Vorsprung zur Halbzeit

Nach der Halbzeitpause schienen die Zürcher fokussierter aus der Pause zu kommen und brachten mit einigen guten Laufspielzügen erste Punkte auf Ihr Konto 06:14. Dieser Weckruf kam zur richtigen Zeit, denn es schien, als fühlte man sich auf Winterthurer Seite zu sicher.  Die Defense hielt nun aber wieder dicht und Riederer und Aerne sorgten dafür, dass die Pässe bei ihren gegnerischen Spielern nicht ankamen. Somit gab die Warriors Defense dem eigenen  Angriff eine weitere Möglichkeit zu punkten. Mit gewohnt schnellem Spiel, ohne Huddle und abwechselnd mit Runs und Pässen erreichten die Warriors wieder die Endzone: Artal und Oswal packten weitere 8 Punkte auf das Scoreboard. Joel Aufdenblatten beendete den Gegenzug der Zürcher mit einer Interception und trug den Ball bis an die gegnerische 25er – jedoch ohne Punktefolge im dritten Viertel. 

Aufholjagd im vierten Viertel?

Zürich konnte gleich zu Beginn des letzten Spielabschnitts auf 12:22 verkürzen. Die Zürcher drückten nun weiter aufs Gaspedal, die Warriors konterten mit sehenswerten Returns. Im letzten Spielzug konnten die Warriors einen weiten Pass der Zürcher in die Winterthurer Endzone abfangen und ins Feld zurücktragen, so blieb es beim 12:22 aus Zürcher Sicht. 

Warriors für einmal in Unterzahl

Das Kader der Warriors gehört zu den grössten der Liga. Aber gerade im Derby gegen Zürich haben vier Linebacker gefehlt. Dies hatte zur Folge, dass einige Spieler auf für sie ungewohnten Positionen eingesetzt wurden. Trotzdem blieb die Defense standhaft und liess gegen die Nr. 2 der Ost-Division wie im Hinspiel nur 12 Punkte zu. Auch in diesem Spiel führten Riederer und De Maddalena die Tackle Statistik an. Tobias Zehnder setzte den gegnerischen QB einige Male unter Druck und verhinderte damit genaue Pässe.

Grosser Schritt in Richtung Tabellensieg gemacht

Mit dem zweiten Derbysieg können die Warriors den Vorsprung auf ihre direkten Verfolger aus Zürich weiter ausbauen und damit auch einen riesigen Schritt in Richtung Finalqualifikation gemacht. Die Winterthurer Coaching Staff hat die Mannschaft hervorragend auf diese wichtige Partie vorbereitet. Dies muss nun auch für das Rückspiel am kommenden Samstag gegen die Calanda Broncos gemacht werden, denn insbesondere dieses Spiel hat vorentscheidenden Charakter. Es gibt keinen Grund sich bereits auszuruhen – im Gegenteil, im Hinblick auf die letzten Spiele der Saison müssen die Baustellen auf mentaler Ebene adressiert werden. 

Im Westen nichts Neues – im Osten ein Forfait

In den anderen Spielen konnten die Basel Gladiators als Tabellenleader die Thun Tigers hoch mit 48:8 schlagen und bleiben damit auf dem Platz an der Sonne. Die Bern Grizzlies führten zur Halbzeit gegen die Bienna Jets und dürften damit die ersten Verfolger der Basel Gladiators sein (genaues Endresultat bei Redaktionsschluss nicht bekannt). Im zweiten Spiel in der Ost-Gruppe schlagen die Cineplexx Blue Devils die Luzern Lions mit 50:0 – leider ein Forfait. Bleibt zu hoffen, dass die Lions für das letzte Spiel als Gegner der Warriors im Oktober wieder bereit sind.

Das nächste Spiel der Warriors U16 findet bereits diesen Samstag statt. Auf dem Winterthurer Deutweg erwarten die Warriors die Calanda Broncos. Im Hinspiel konnten die Bündner mit 28:8 schlagen. Kickoff ist um 18.00 Uhr.

Zurich Renegades vs Winterthur Warriors 12:22 (0:0 / 0:14 / 6:8 / 6:0)
Renegades Homefield, Zürich-Witikon

Text: Alice Malherbe

Catch of the day

 

 

 

   

   

U16 bleibt ungeschlagen

U16 – Sieg mit angezogener Handbremse

Wenn man als Tabellenleader gegen ein Team antritt, welches alle Spiele bisher verloren hat, besteht immer die Gefahr, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen und als bereits gewonnen zu betrachten. Diese Gefahr bestand umso mehr,  da der heutige Gegner, die Luzern Lions, auch zuhause mit nur 15 Spielern antreten konnte.

Warriors machen gleich im 1. Drive mächtig Druck

Den Anfang machte auf Winterthurer Seite die Verteidigung und Fabrice Giess sorgte bereits beim dritten  Versuch des Lions Angriffes für den ersten QB Sack. Selbstsicher startete der Winterthurer Angriff ins Spiel mit einem schönen Pass von QB Leroy Rümmeli auf Fabrice Giess für ein erstes First Down. Gleich im Anschluss folgte ein Pass auf Isaak Aerne, welcher den Ball in die Endzone tragen konnte (+ 2 Zusatzpunkte) 0:8 für Winterthur. Auf Luzerner Seite gelang kein Raumgewinn und so stand nach vier Versuchen wieder der Winterthurer Angriff auf dem Platz.

Lions Defense erwacht

Im zweiten Drive passte die Lions Defense bereits viel besser auf und konnte das Pass- sowie Laufspiel der Warriors stoppen. Ohne genügend Raumgewinn waren auch die Gäste gezwungen zu punten. In der Winterthurer Defense traten ebenfalls erste Unkonzentriertheit auf mit direkter Folge für die Lions: First  Down für die Lions. Aber kein weiterer Schaden.

Zu Beginn des zweiten Viertel  lief QB Leroy Rümmeli gleich selber zum First Down. Doch danach verhinderte die gegnerische Verteidigung jeglichen Raumgewinn. Nach einem weiteren Foul mit Raumverlust entschieden sich die Warriors den vierten Versuch nicht auszuspielen, sondern zu punten. Der Longsnap kam zu tief und somit zu daher musste Kicker Tobias De Maddalena den Ball aufnehmen und Fersengeld geben. Dank seiner schnellen Reaktion konnte er sogar ein neues First Down erzielen. Quarterback Rümmeli geriet zwar im folgenden Versuch stark unter Druck trotzdem fand er in Fabrice Giess einen Receiver der sogleich den zweiten Touchdown für die Warriors verbuchen konnte.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit sorgte Derek Riederer  für eine gute Feldposition mit einem Return bis an die 15 Yard Linie. Mit einem Pass auf Niko Artal in die Endzone erhöhten die Winterthurer auf 00:20 und ersetzten ab da an etliche Stammspieler durch Ersatzspieler. Die Lions konnten den Ball nach dem Kickoff bis zur Mitte des Feldes tragen und arbeiteten sich kontinuierlich nach vorne. Als sie mit einem Pass Punkte aufs Konto bringen wollten, konnte Riederer mit einer von vielen Interceptions vereiteln und den Ball bis an die gegnerische Endzone tragen. Ersatzquarterback Ramon Angst stand aber von nun an stark unter Druck und konnte die ersten Pässe nicht erfolgreich anbringen und musste sogar einen Sack einstecken. Im vierten Versuch konnte er dann bei Lukas Hartmeier mit einem weiteren Pass in die Endzone zum Halbzeitergebnis von 00:28 bedienen. 

Zweite Halbzeit im Schongang

Die zweite Halbzeit konnte genutzt werden um weiteren Neulingen Spielpraxis zu geben. Dies wirkte sich aber deutlich auf das Winterthurer Spiel aus. Im Angriff kamen die Gegner sehr schnell durch die Linie und so fehlte dem Quarterback oft die nötige Zeit um seine Receiver genau genug anzuspielen. Auch die Longsnaps waren oft zu tief. Trotz allem ist das Jammern auf hohem Niveau. Die Warriors verfügen über ein grosses Kader und da darf das Zusammenspiel seine Zeit brauchen.  Je länger das Spiel dauerte,  je besser und öfters konnten die Winterthurer Raumgewinn erzielen. Trotzdem hat es für weitere Punkte nicht mehr gereicht.  Das Ziel, den Ersatzleuten Spielpraxis zu ermöglichen wurde aber klar erreicht. 

Glanzleistungen aber auch viel Leichtsinn

Derek Riederer und Isaak Aerne konnten beide in der zweiten Spielhälfte eine Interception fangen und Tim Fuchs schaffte nicht nur einen QB Sack, sondern schlug diesem den Ball ein andermal aus der Hand – fumble. Die meisten Tackle gingen auch heute aufs Konto von Tobias de Maddalena.  Auch wenn der Endstand von 00:28 auf einen klaren Sieg hinweist, so passierten in der ersten Spielhälfte einige unnötige Fehler welche nicht nötig waren.  Man hat sich bereits in der ersten Spielhälfte teilweise dem Spielniveau des Gegners angepasst und war unkonzentriert. 

Mehr Konzentration ist nötig

Gerade den routinierten Spielern dürfen nächste Woche gegen Zürich keine solchen Fehler und Fouls passieren. Die Renegades würden solche Geschenke annehmen und in Punkte verwandeln. Das Team auf Platz zwei konnte sein Spiel seit der ersten Begegnung klar steigern und wird es unseren Jungs nicht einfach machen. Da nur der Tabellensieger der jeweiligen Gruppe weiter und somit ins Endspiel kommt, darf das Spiel am kommenden Sonntag auf keinen Fall aus den Händen gegeben werden.

Viele mitgereiste Winterthurer Fans

Die Warriors sind den vielen Fans dankbar, welche den Weg nach Luzern auf sich genommen haben. Am nächsten Sonntag ist die Anreise ein wenig kürzer aber die Unterstützung im Spitzenkampf gegen die Renegades umso wichtiger.  Auf das grosse Endspiel im November auf dem Deutweg hat das Spiel gegen Zürich am 23. September vorentscheidenden Charakter. Die Warriors haben das klare Ziel auch auf fremdem Boden in Witikon als Sieger vom Platz und mit zwei Siegen Vorsprung in die letzten Runden zu gehen. Weil wie früher erwähnt auf das Halbfinale zwischen den beiden Divisionen verzichtet wird, muss die Liga auf dem ersten Platz beendet werden.

Text: Alice Malherbe

 

U16 Ost

Pos.MannschaftPctGPctWLTPFPANet PtsStreak
11.00061.00060018232150W6
20.60050.6003201307258W1
30.33360.33324078146-68L1
40.00050.00005028168-140L5

 

U16 West

Pos.MannschaftPctGPctWLTPFPANet PtsStreak
10.85770.85761022414381W5
20.71470.71452024258184L1
30.50080.5004402042040W1
40.42970.429340179273-94W2
50.00070.00007094265-171L7