Die Effizienzfrage

Starker Start – aber nicht konsequent nachgelegt

Die Warriors starteten sehr gut ins Spiel und konnten den Basler Angriff im ersten Drive rasch stoppen und nach einem Punt selber in die Offensive gehen. Sie nutzten die gebotene Chance und erliefen den ersten Touchdown. Basel scheiterte wiederholt an der starken Winterthurer Verteidigung. Doch auch die Warriors bekundeten Mühe mit dem gegnerischen Abwehrbollwerk. Die beiden Teams schenkten sich nichts. Mehrfach wurde auch der vierte Versuch ausgespielt, man ging ziemlich hohe Risiken ein. Die Warriors-Offensive kam jedoch bis zur Halbzeit nicht mehr in die Endzone des Gegners. Oftmals mangelte es den Angreifern an Effizienz oder auch Konsequenz, denn die Chancen für eine Erhöhung des Resultats waren durchaus gegeben. Es waren dann die Basler die vor der Halbzeit ausgleichen konnten.

Verschenkte Yards und ein FEhlentscheid

Auch der Start ins dritte Viertel gelang den Warriors recht gut, doch dann stand man sich einige Male selber im Weg, insbesondere weil man zuviele Strafen im ungünstigen Moment kassierte. Yards so zu verschenken sollte sich zu Beginn des letzten Viertels rächen. Basel erhöhte auf 14:7 und nur wenig später auf 21:7.

Interessanterweise ging dann ein Ruck durch die Winterthurer Mannschaft. Die Defense konnte sich wieder steigern und den Gegner besser kontrollieren. Mit einem sehenswerten Hit auf den Ball in den Händen des Ballträgers provozierten die Warriors einen klaren Basler Fumble – doch der eigentlich ideal positionierte Schiedsrichter entschied anders.

Diese Situation hatte durchaus spielentscheidenden Charakter, denn wären die Warriors zu diesem Zeitpunkt in Ballbesitz gelangt, wäre mehr Zeit geblieben für weitere Punkte. Aber: Die Schuld den Schiedsrichtern zuzuweisen wäre unfair. Die mangelnde Effizienz auf Winterthurer Seite über drei von vier Spielvierteln war verantwortlich für den Rückstand.

Die Uhr lief für einmal gegen die Warriors

Es wurde noch einmal spannend, als die Winterthurer auf 21:14 verkürzen konnten, sofort wieder in Ballbesitz gelangten und drei Sekunden vor Schluss den freistehenden Receiver in der Endzone zum Fast-Ausgleich bedienen konnten. Aber eben nur fast, denn passend zum restlichen Spielverlauf, rutschte der Receiver aus und segelte unter dem punktgenau geworfenen Pass durch. Statt 20:21 und noch einem Versuch für einen Extrapunkt blieb es beim nicht ganz unverdienten 14:21.

Kampf um Playoff-Plätze

Die beiden Teams spielten beide in etwa auf gleichem Level. Basel war aber effizienter und nutzte konsequent die Chancen, die sich boten. Die Warriors bleiben trotz der Niederlage auf dem zweiten Platz, da im Parallelspiel Genf überraschend 20:19 gegen Bern gewinnen konnte. Die Spannung kann nun kaum noch gesteigert werden. Durch ihren Sieg wahrten auch die Genfer die Chancen auf die Playoffs. Sie könnten noch aufschliessen, auch zu den Warriors.

 

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