Emotionales erstes U19 Heimspiel

Dank der neuen Aufteilung in der U19 Liga gab es am Samstag seit langem wieder mal ein Kantonsderby auf dem Warriors Homefield.

Nach der knappen Niederlage in Basel war das Team motiviert den Gegner aus Zürich zu schlagen, welches mit gleicher Bilanz in dieses Spiel gingen (1 Win / 1 Loss). Es konnte somit mit einem weiteren spannenden Spiel gerechnet werden. Auch in dieser Woche stand als erstes die Defense der jungen Krieger auf dem Platz, welche in der letzten Woche durch Coach Yves Rietmann intensiv auf die Spielweise des Zürcher Angriffs vorbereitet wurde. Zu Beginn des ersten Viertels konnten weder die Gäste aus Zürich noch der Winterthurer Angriff ein 1st Down erzielen. Das Spiel wurde durch die jeweilige Defense dominiert. So auch im dritten Drive der Renegades, als Tobias De Maddalena den Ball mit einer Interception an der 15 yard Linie der Renegades wieder in Warriorsbesitz brachte.

Erste Punkte

Wegen eines Fouls durch die Warriors nach der Interception, mussten sie zurück an die 25 yard Linie – hatten aber immer noch eine hervorragende Feldposition. Nach einem kurzen Pass von Alistair Ljubenovic auf Joshua Meier lief dieser auch gleich noch in die Endzone – Touchdown Warriors. Der anschliessende Kick zum Zusatzpunkt wurde von Zürich geblockt und aufgenommen – Leroy Rümmeli konnte den gegnerischen Ballträger gerade noch stoppen bevor dieser alle hinter sich liess – Fumble und das Gerangel um den Ball ging kurzfristig weiter – wurde aber kurz danach abgepfiffen.

Da ein Defense Spieler während des Kickversuchs über die Angriffslinie sprang und dabei den Center berührt hatte (ein Foul) – gab es einen Rekick auf halber Distanz. Doch auch dieser wurde geblockt und es blieb bei 06:00.

Im anschliessenden Renegades Drive gelang diesen ein langer Pass, doch der Receiver wurde sogleich von Jonathan Frischknecht getackelt und verlor den Ball. Jeremy-Lee Rümmeli konnte ihn aufnehmen und loslaufen – da wurde schon abgepfiffen. Da der Catch durch den Renegades Receiver als nicht gesichert gewertet wurde und somit als incomplete pass – blieb der Ball im Besitz der Gäste. Ende des ersten Viertels.

Auch im zweiten Viertel dominierten die beiden Verteidigungsteams und auf beiden Seiten stieg die Anzahl der Fouls (Fehlstarts, Holding’s). Florian Metzger und Kenan Osagie verhinderten mit Ihrer Passverteidigung grossen Raumgewinn. Nils Calmbach und Etienne Lienert konnten den Lauf öfters direkt an der Linie stoppen und Jeremy-Lee Rümmeli gelang ein QB Sack. So stand es in der Halbzeit noch immer 06:00 zugunsten der Warriors.

Renegades starten besser in zweite Halbzeit

Der Warriors Angriff konnte Boden gut machen mit mehreren Läufen durch Kodi Köchli und Nathan Girsberger. Doch eine Interception – welche bis an die Warriors 5 yard Linie getragen wurde – wendete das Blatt. Der anschliessende Touchdown Lauf der Renegades sowie 2 Zusatzpunkte brachte die Zürcher in Führung. Durch Fehler, Fouls und umstrittene Schiedsrichterentscheide kochten die Emotionen während des dritten Viertels höher.

Zu Beginn des letzten Viertels fielen nochmals Punkte. Die Gäste aus Zürich schafften es mit einem Pass bis an die 1 yard Linie der Warriors und erhöhten Ihren Vorsprung mit einem Lauf (ohne erfolgreichen Zusatzpunkt) auf 06:14. Die restliche Spielzeit wurde überschattet durch Emotionen auf allen Seiten, was nicht sonderlich förderlich war um weitere Punkte zu erzielen und so blieb es beim Spielstand 06:14 zu Gunsten der Gäste aus Zürich.

Fazit:

Emotionen sind ein zweischneidiges Schwert – zum einen können sie motivieren, pushen und zu Höchstleistung bringen. In einer Negativspirale verliert man den Fokus, die Ruhe und überträgt sie je länger je mehr auf den Rest des Teams. Gerade in solchen Spielen wäre es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren und sich aufs wesentliche zu konzentrieren – den nächsten Spielzug. Einfacher gesagt als getan. Das erste Spiel des Kantonsderby ging an die Renegades – wir sind gespannt aufs Rückspiel.

Nächsten Sonntag steht das dritte Auswärtsspiel an – diesmal in Luzern – 11:00 Uhr.