Juniorbowl in Winterthur

Finale in Winterthur

Diesen Sonntag findet auf dem Winterthurer Deutweg das Finalspiel der U19 Junioren der NLA-Vereine statt. Die Winterthur Warriors konnten sich mit einem überragenden Sieg über die Calanda Broncos fürs Endspiel qualifizieren. Dort treffen sie als Gastgeber auf die Bern Grizzlies welche ihrerseits den amtierenden Meister Basel Gladiators eliminierten. Da die Warriors nach der regulären Saison auf dem ersten Platz die Tabelle anführen erhielten sie gleichzeitig das Heimrecht für den sogenannten Juniorbowl.

Hohe Erwartungen – kein klarer Favorit

Aus sportlicher Sicht wird sehr viel von diesem Spiel erwartet. Beide Mannschaften konnten aus zehn Spielen acht Siege feiern. Und beide Teams haben je eine der Direktbegegnungen gewinnen können. Die Bilanz nach zehn Spielen ist eindrücklich: Die Warriors konnten 385 Punkte erzielen und haben gleichzeitig nur 77 kassiert, das entspricht in etwa einem Touchdownverhältnis von 5:1 pro Spiel. Die Grizzlies verbuchten 279 zu 113 Punkte, oder etwa 4:1.5 Touchdowns. Dieser Unterschied ist sehr knapp und auch die hohe Niederlage der Berner gegen die Warriors relativiert sich ziemlich schnell wieder. Es ist wichtig und richtig, dass die Warriors zuversichtlich sind – aber in so einem Endspiel kann sehr schnell vieles anders laufen als erwartet. Daher ist es auch schwierig eine echte Favoritenrolle zuweisen zu können.

Für die Warriors spricht der Vorteil, dass sie sich völlig auf das Spiel konzentrieren können. Gameday Manager Andreas Wachter hat die Nationalliga A Mannschaft für sämtliche Aufgaben rund um den Aufbau und Betrieb des Gameday aufgeboten. Und die Warriors müssen auch nicht zuerst eine zweistündige Anfahrt wie die Berner auf sich nehmen. Andererseits verfügen die Grizzlies über ein ähnlich grosses Kader wie die Warriors, kein Vergleich mit den letzten Gegnern aus Chur die mit knapp 20 Spielern angetreten sind. Somit dürften die Chancen hier gleich verteilt sein.

Warriors mit einigen langjährigen Spielern

Von den 45 aufgebotenen Winterthurer Spielern haben bereits 25 in der U16 der Warriors gespielt, 10 Spieler sind auf diese Saison in die höhere Kategorie aufgestiegen – entsprechend sind 15 Spieler schon länger bei den Warriors. Gleichzeitig hat es aber auch Spieler im Kader, die erst wenige Monate Footballerfahrung haben. Dies unterstreicht die Chancengleichheit und hervorragende Ausbildungsarbeit in diesem Verein. Talente wurden sofort erkannt und individuell gefördert. Dank dieser Förderung und Vorbereitung werden nach diesem Endspiel wiederum 21 Spieler den Weg vom Juniorenteam direkt in das NLA-Team machen können.

Zum Interview mit Stefan Willi, Head Coach

Kommentar verfassen