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Rumpfteam mit Niederlage in Chur

Im letzten regulären Meisterschaftsspiel vor den Playoffs unterliegen die Warriors den Calanda Broncos mit 7:52. Die Warriors mussten stark ersatzgeschwächt beim amtierenden Meister im Stadion an der Ringstrasse in Chur antreten. Der Starting Quarterback Evan Pittenger konnte aufgrund einer noch nicht restlos geklärten Verletzung nicht spielen und beschränkte sich auf die Koordination der Offense. Gleichzeitig fehlten den Warriors fast alle Runningbacks und auch in den beiden Linienformationen klafften verletzungsbedingte Lücken.

 

Getreu dem Motto „All in“ entschieden sich die beiden Coaches Evan Harrington und Denis Aksak selbst die Ausrüstung überzuziehen um wenigstens das Laufspiel einigermassen aufrecht erhalten zu können. Moritz Boller, einer der erfolgreichsten Receiver der diesjährigen Saison, rückte als Ersatzquarterback nach und fehlte entsprechend als Passempfänger. Patrik „Sunshine“ Weber, der ebenfalls sichere Receiver fehlt seit dem Auswärtsspiel gegen Bern mit einem Fussbruch und wird in dieser Saison kaum mehr zurück kehren. Andererseits konnte Timo Schneckenburger nach einer Woche Pause zum Glück wieder mittun. Er war es denn auch, der die einzigen Punkte für die Warriors auf die Anzeigetafel bringen konnte. Dass Routinier Frisullo früh schon mit einer unbekannten Fussverletzung ausscheiden musste, war auch ein Rückschlag für die Defense.

 

Zum Spiel gibt es ausser den vielen Punkten für die Gastgeber nicht viel zu berichten. Die Warriors Offense blieb blass, Lichtblicke waren einige schöne Catches von Schneckenburger oder die fulminanten Rushes von Coach Aksak und Ralph Stutz. Die Warriors wirkten insgesamt zu wenig konzentriert was neben Fehlern unter Umständen auch zu den Verletzungen von eigenen Spielern führte. In der Verteidigigung war man zu harmlos und möglicherweise auch zu wenig aggressiv. Die Broncos scheinen aber ebenfalls mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Strafenstatistik zeigte am Schluss 115 Yards gegen die Broncos und 90 Yards gegen die Warriors – wenigsten hier gingen die Warriors als Sieger vom Feld.

 

Das grosse Kader der Warriors ist innert der letzten drei Wochen massiv geschrumpft. Zum Glück haben die Warriors nun pünktlich alle Spiele absolviert und können sich auf das erste Endspiel der Saison vorbereiten. Im Playoff-Halbfinale werden sie voraussichtlich wieder den Calanda Broncos gegenüberstehen. Es sei denn, die Bern Grizzlies könnten sich im Rückspiel gegen die Broncos für die 26:42 Niederlage mit einem 17 Punkte Vorsprung revanchieren. Dann würden die Grizzlies die Tabellenführung übernehmen und die nun viertplatzierten Warriors zum Halbfinale empfangen.

 

Aus Winterthurer Sicht spielt es eine untergeordnete Rolle auf welche Mannschaft man treffen wird. In den Playoffs ist die Tagesform entscheidend und wer schlussendlich von den Schlüsselspielern wieder gesund auf dem Feld stehen wird. Weder die Grizzlies noch die Broncos sind unbesiegbar. Nach dem letzten Meisterschaftsspiel am 26. Juni zwischen den Grizzlies und den Broncos werden die Abschlusstabelle und die Playoffpaarungen bekannt sein.

 

Auch die U19 erreicht die Playoffs

Am Samstagnachmittag standen sich auch die U19 Junioren der Warriors und der Broncos gegenüber. Während den ersten beiden Vierteln blieb das Spiel ohne Punkte. Auch aus einer sehenswerten Interception machten die Winterthurer nicht sehr viel. Im Gegenteil: man kassierte gegen 70 Yards Strafe in einem Drive. Nach der Halbzeit konnten die Winterthurer aber aufdrehen und die insgesamt 18 Punkte erzielen welche einerseits den Sieg über die Calanda Broncos brachten und andererseits die Qualifikation für das Playoffhalbfinale sicherten. Dort werden die Winterthurer auf die noch ungeschlagenen Basel Gladiators treffen. Die Gladiators konnten in diesem Jahr jeden Gegner an die Wand spielen und kassierten in 10 Spielen ganze 18 Gegenpunkte während sie selber im Schnitt 32.8 Punkte pro Spiel erzielten. In sieben Spielen konnten sie zu null gewinnen. Die Ausgangslage für das Team von Kaspar Müri kann kaum schwieriger sein. Aber auch hier gilt: KO-Spiele bergen immer Chancen für den Underdog und Risiken für den Favoriten. Die Warriors Junioren werden in Basel nichts zu verlieren haben und werden im möglicherweise letzten Spiel für ihren Head Coach Müri alles geben.

 

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