The Good, the Bad, the Ugly

The Good: Junioren sichern sich Heimrecht und den 1. Tabellenrang

Die Winterthurer Junioren hatten am Sonntag allen Grund zum feiern. Sie bezwangen ihre Bündner Gegner  mit 27:6 und übernehmen nach 10 Runden die Tabellenspitze. Damit erhalten sie auch das Heimrecht für das Playoffspiel. Gegner werden wieder die Calanda Broncos sein. 

Wie später im NLA-Spiel waren es auch bei den Junioren zuerst die Broncos die Punkte erzielen konnten. So gingen diese mit 6:0 im ersten Viertel in Führung und erst kurz vor der Halbzeit konnten die Warriors ausgleichen. Während die Warriors wieder fast in voller Kaderstärke antreten konnten, mussten auf der Bündner Seite zahlreiche Spieler Doppelpositionen spielen. Am Ende standen noch geschätzt 17 Broncos zur Verfügung. Dass die Warriors nicht mehr Punkte aus dieser numerischen Überlegenheit erzielen konnten, mag verwundern, der Kaltstart und die schwache Ausbeute lag aus Sicht der Coaches vor allem an der mangelhaften Konzentration in den ersten beiden Spielvierteln. In der Pause fanden die Trainer dann aber offensichtlich die richtigen Worte.

Der Zeitpunkt des Playoffhalbfinals wird raschmöglichst kommuniziert.

The Bad: NLA Warriors über weite Strecken chancenlos

Nichts zu feiern hatten die NLA-Spieler der Warriors. Die Bündner gaben gleich zu Beginn den Tarif durch, nahmen den Warriors viel Raum ab und erzielten im Schnelldurchgang die ersten Punkte. Erst beim Spielstand von 0:21 konnten die Gäste erstmals punkten. Zur Halbzeit führten die Broncos mit 28:14. Nach der Halbzeit wollten die Warriors rasch nachziehen aber das Quentchen Glück hat gefehlt. Die D-Line hatte Mühe mit dem Laufspiel und die Receiver griffen zu oft daneben. Der nicht unumstrittene Platzverweis des starken Winterthurer Runningbacks Medici brachte das Warriors-Running-Game grösstensteils zum Erliegen. Die Broncos konnten noch weitere 10 Punkte über ein Fieldgoal sowie einen Touchdown zum verdienten Schlussstand von 38:14 nachlegen.

Defense enorm ersatzgeschwächt

Die arg ersatzgeschwächten Warriors mussten insbesondere in der Defense auf viele Stammspieler verzichten. So fehlen seit längerem Noah Tyson, Nicolas Fürer und Kevin Meier im Defense Backfield und Rietmann hat sich vor rund zwei Wochen ebenfalls wie auch Silas Bolli verletzt. Im gestrigen Spiel gesellte sich auch Roman Kuhn mit einer Fussverletzung auf die Verletztenliste. Keiner dürfte vor Saisonende zurückkehren. Damit war und ist insbesondere die Passverteidigung massiv geschwächt. In der Offense blieb Quarterback Holt Claiborne zu Beginn an der Seitenlinie – die Verletzung aus dem Genf-Spiel, als ihm ein Gegner das Knie in den Rücken rammte, ist trotz intensiver Therapie noch nicht verheilt. So war es nicht überraschend, dass man auf Winterthurer Seite improvisieren musste. Einmal mehr ergänzte Evan Harrington das Team für einige Spielzüge auch auf dem Platz und Assistant Coach Denis Aksak zog sich noch einmal die Uniform über. Aus dem grossen Kader wurden einige Rookies nachnominiert und spielten teilweise von Beginn an auf für sie neuen Positionen.

In dieser Zusammensetzung war dieses Team aber chancenlos gegen eine hochmotivierte Bündner Mannschaft. Eine Mannschaft, die (gemäss offizieller Aussage) auf vielen Positionen auf US- und Euroimports zurückgreifen kann. Dass man gegen eine solche Mannschaft fast nur gewinnen kann, wenn wirklich alles stimmt und der Gegner zuviele Fehler macht (so wie im Hinspiel), erscheint klar. Was leider einmal mehr zum Ausdruck kam, war die physische Unterlegenheit der Winterthurer Mannschaft – trotz intensivierten Trainings und harter Vorbereitung im Winter. Hier sollten die Weichen bereits im Sommer richtig gestellt werden damit man auf die kommende Saison auch in dieser Hinsicht einen Schritt vorwärts machen kann.  

The Ugly: Abschluss auf dem 4. Platz – oder doch Rang 5?

Damit liegen die Warriors auch 2017 nach der regulären Saison wieder auf Platz vier. Noch ist ein Spiel offen das die Schlusstabelle endgültig bestimmen wird: Basel muss das Nachtragsspiel gegen Genf absolvieren. Bei einem Basler Sieg bleibt die Tabelle wie gehabt, bei einem möglichen Genfer Sieg rutschen die Warriors aus den Playoffs auf Rang fünf ab und werden in der Runde der letzten vier durch die Geneva Seahawks ersetzt. Sollten die Warriors die Qualifikation aber schaffen, müssten sie einmal mehr nach Chur gegen die Calanda Broncos antreten.

 

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