U16 bleibt ungeschlagen

U16 – Sieg mit angezogener Handbremse

Wenn man als Tabellenleader gegen ein Team antritt, welches alle Spiele bisher verloren hat, besteht immer die Gefahr, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen und als bereits gewonnen zu betrachten. Diese Gefahr bestand umso mehr,  da der heutige Gegner, die Luzern Lions, auch zuhause mit nur 15 Spielern antreten konnte.

Warriors machen gleich im 1. Drive mächtig Druck

Den Anfang machte auf Winterthurer Seite die Verteidigung und Fabrice Giess sorgte bereits beim dritten  Versuch des Lions Angriffes für den ersten QB Sack. Selbstsicher startete der Winterthurer Angriff ins Spiel mit einem schönen Pass von QB Leroy Rümmeli auf Fabrice Giess für ein erstes First Down. Gleich im Anschluss folgte ein Pass auf Isaak Aerne, welcher den Ball in die Endzone tragen konnte (+ 2 Zusatzpunkte) 0:8 für Winterthur. Auf Luzerner Seite gelang kein Raumgewinn und so stand nach vier Versuchen wieder der Winterthurer Angriff auf dem Platz.

Lions Defense erwacht

Im zweiten Drive passte die Lions Defense bereits viel besser auf und konnte das Pass- sowie Laufspiel der Warriors stoppen. Ohne genügend Raumgewinn waren auch die Gäste gezwungen zu punten. In der Winterthurer Defense traten ebenfalls erste Unkonzentriertheit auf mit direkter Folge für die Lions: First  Down für die Lions. Aber kein weiterer Schaden.

Zu Beginn des zweiten Viertel  lief QB Leroy Rümmeli gleich selber zum First Down. Doch danach verhinderte die gegnerische Verteidigung jeglichen Raumgewinn. Nach einem weiteren Foul mit Raumverlust entschieden sich die Warriors den vierten Versuch nicht auszuspielen, sondern zu punten. Der Longsnap kam zu tief und somit zu daher musste Kicker Tobias De Maddalena den Ball aufnehmen und Fersengeld geben. Dank seiner schnellen Reaktion konnte er sogar ein neues First Down erzielen. Quarterback Rümmeli geriet zwar im folgenden Versuch stark unter Druck trotzdem fand er in Fabrice Giess einen Receiver der sogleich den zweiten Touchdown für die Warriors verbuchen konnte.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit sorgte Derek Riederer  für eine gute Feldposition mit einem Return bis an die 15 Yard Linie. Mit einem Pass auf Niko Artal in die Endzone erhöhten die Winterthurer auf 00:20 und ersetzten ab da an etliche Stammspieler durch Ersatzspieler. Die Lions konnten den Ball nach dem Kickoff bis zur Mitte des Feldes tragen und arbeiteten sich kontinuierlich nach vorne. Als sie mit einem Pass Punkte aufs Konto bringen wollten, konnte Riederer mit einer von vielen Interceptions vereiteln und den Ball bis an die gegnerische Endzone tragen. Ersatzquarterback Ramon Angst stand aber von nun an stark unter Druck und konnte die ersten Pässe nicht erfolgreich anbringen und musste sogar einen Sack einstecken. Im vierten Versuch konnte er dann bei Lukas Hartmeier mit einem weiteren Pass in die Endzone zum Halbzeitergebnis von 00:28 bedienen. 

Zweite Halbzeit im Schongang

Die zweite Halbzeit konnte genutzt werden um weiteren Neulingen Spielpraxis zu geben. Dies wirkte sich aber deutlich auf das Winterthurer Spiel aus. Im Angriff kamen die Gegner sehr schnell durch die Linie und so fehlte dem Quarterback oft die nötige Zeit um seine Receiver genau genug anzuspielen. Auch die Longsnaps waren oft zu tief. Trotz allem ist das Jammern auf hohem Niveau. Die Warriors verfügen über ein grosses Kader und da darf das Zusammenspiel seine Zeit brauchen.  Je länger das Spiel dauerte,  je besser und öfters konnten die Winterthurer Raumgewinn erzielen. Trotzdem hat es für weitere Punkte nicht mehr gereicht.  Das Ziel, den Ersatzleuten Spielpraxis zu ermöglichen wurde aber klar erreicht. 

Glanzleistungen aber auch viel Leichtsinn

Derek Riederer und Isaak Aerne konnten beide in der zweiten Spielhälfte eine Interception fangen und Tim Fuchs schaffte nicht nur einen QB Sack, sondern schlug diesem den Ball ein andermal aus der Hand – fumble. Die meisten Tackle gingen auch heute aufs Konto von Tobias de Maddalena.  Auch wenn der Endstand von 00:28 auf einen klaren Sieg hinweist, so passierten in der ersten Spielhälfte einige unnötige Fehler welche nicht nötig waren.  Man hat sich bereits in der ersten Spielhälfte teilweise dem Spielniveau des Gegners angepasst und war unkonzentriert. 

Mehr Konzentration ist nötig

Gerade den routinierten Spielern dürfen nächste Woche gegen Zürich keine solchen Fehler und Fouls passieren. Die Renegades würden solche Geschenke annehmen und in Punkte verwandeln. Das Team auf Platz zwei konnte sein Spiel seit der ersten Begegnung klar steigern und wird es unseren Jungs nicht einfach machen. Da nur der Tabellensieger der jeweiligen Gruppe weiter und somit ins Endspiel kommt, darf das Spiel am kommenden Sonntag auf keinen Fall aus den Händen gegeben werden.

Viele mitgereiste Winterthurer Fans

Die Warriors sind den vielen Fans dankbar, welche den Weg nach Luzern auf sich genommen haben. Am nächsten Sonntag ist die Anreise ein wenig kürzer aber die Unterstützung im Spitzenkampf gegen die Renegades umso wichtiger.  Auf das grosse Endspiel im November auf dem Deutweg hat das Spiel gegen Zürich am 23. September vorentscheidenden Charakter. Die Warriors haben das klare Ziel auch auf fremdem Boden in Witikon als Sieger vom Platz und mit zwei Siegen Vorsprung in die letzten Runden zu gehen. Weil wie früher erwähnt auf das Halbfinale zwischen den beiden Divisionen verzichtet wird, muss die Liga auf dem ersten Platz beendet werden.

Text: Alice Malherbe

 

U16 Ost

Pos.MannschaftPctGPctWLTPFPANet PtsStreak
11.00071.00070023440194W7
20.66760.66742017772105W2
30.33360.33324078146-68L1
40.00060.00006028215-187L6

 

U16 West

Pos.MannschaftPctGPctWLTPFPANet PtsStreak
10.77890.77872028421569L1
20.75080.75062027070200W1
30.50080.5004402042040W1
40.37580.375350191301-110L1
50.00080.000080114317-203L8

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